100 Frauen, 100 Wünsche: taz-Sonderausgabe zum 100. Frauentag
Väter heute selbstverständlich Elternzeit nehmen, wenn ich sie in Berlin mit ihren Kindern auf den Spielplätzen sehe, dann haben sie keine alte Rolle aufgegeben, sondern eine neue, positive hinzugewonnen.Wir sollten es den Männern aber auch leichter machen, ein neues Selbstverständnis zu leben: Bitte keine schiefen Blicke mehr, wenn der junge Vater früher das Büro verlässt, weil er zum Elternabend will. Wir Frauen sollten aufhören, den neuen Mann, Typ ,Partner‘, zu fordern, uns aber insgeheim den ,starken‘ Mann mit dem alten Rollenverständnis zu wünschen. Es liegt noch ein gutes Stück Arbeit vor uns, bis Wunsch und Wirklichkeit zusammenkommen. Wie lange das noch dauern wird? Ich weiß es nicht. Aber sicher keine 100 Jahre.“
Barbara Schöneberger ist Moderatorin, Sängerin und Mutter. Sie sagt: „Ich wünsche mir, dass man nicht mehr über die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sprechen muss, da sie selbstverständlich gelebt wird.“
Sarah Wiener wurde als Fernsehköchin bekannt und meint: „Eine Männerquote von 50 Prozent. Die Hälfte der Pausenbrote schmieren Väter. Kindergärtner und Krankenbrüder. Männer bekommen soviel bezahlt wie Frauen. Die Landwirtschaft wird auch in unseren Breitengraden wieder weiblich und dadurch nachhaltiger. Männer dürfen die Farbe des Autos bestimmen und Frauen, ob und welches gekauft wird. 50 Prozent vom Kuchen inklusive Rosinen und dafür 50 Prozent gemeinsam das tägliche Brotbacken.“
Alle weiteren 97 Statements gibt es u.a. in der „taz“-Papierausgabe am Kiosk.