Arbeitswelt: Immer mehr Job-Verträge befristet
Besonders oft werden Jobs im Öffentlichen Dienst in befristetem Umfang besetzt: Hier seien zwei Drittel aller neuen Arbeitsverhältnisse befristet.
In den Bereichen Gesundheit, Erziehung und bei Nonprofit-Organisationen gelten befristete Verträge als „Normaleinstellungsverhältnis“. Der industrielle Sektor hingegen seit weniger stark von der mit der Studie aufgezeigten Entwicklung betroffen. „In Bereichen, in denen eher Fachkräftemangel herrscht, können Betriebe keine Befristungen anbieten, weil die Leute sonst zur Konkurrenz gehen“, argumentiert Christian Hohendanner vom IAB.
Im Produktionssektor hätten Verträge auf Zeit oftmals den Charakter einer verlängerten Probezeit: Zwei Drittel der Betroffenen würden später übernommen. In der öffentlichen Verwaltung gelte dieser Zustand nur für ein Viertel der befristet Angestellten: Weil unbefristet Beschäftigte dort de facto unkündbar seien, würden befristete Arbeitsverträge die einzige Möglichkeit darstellen, um mehr Flexibilität zu erreichen und um Geld einzusparen.
13:37
Wo soll das noch hinführen? Immer weniger Sicherheit für einen dauerhaften Arbeitsplatz. Und dazu noch sinkende Durchschnittslöhne?
21:05
Ich hätte da schon eine Idee wo das hinführt, zu amerikanischen Verhältnissen. Zu Arbeitnehmern die trotz drei Jobs immer noch nicht genug Geld haben sich Kranken zu versichern.
14:52
Stimmt, es scheint immer schwieriger zu werden einen Vollzeitjob zu bekommen. Viele Branchen, wie beispielsweise die Gastronomie, funktionieren nur noch durch 400 Euro Jobber und Teilzeitkräfte.